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17.01.2010 | 16:31
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Zu guter Letzt: Der Gedankenscanner

Auf den Nacktscanner folgt nun ein Scanner, der Reaktionen von Menschen entschlüsseln kann. Die Technologie der israelischen Firma WeCU soll erkennen, wenn jemand einen Anschlag verüben möchte.

Die Forscher nutzen dabei laut Welt.de das Wissen über die Arbeit des Gehirns: Jeder, der eine besondere Aktion plant, trägt eine Sammlung an Assoziationen, die mit der Aktion zu haben, in seinem Kopf – dagegen kann sich keiner wehren. Wer zum Beispiel auf dem Weg zu einem Fussballspiel seiner Lieblingsmannschaft ist, assoziiert damit unbewusst einen Ball, die Trikotfarbe oder den Trainer der Mannschaft. Wenn nun auf Bildschirmen im Flugzeug oder auf elektronischen Werbetafeln im Flughafengebäude solche Schlüsselreize zu sehen sind, reagieren am Spiel Desinteressierte nicht. Bei Personen auf dem Weg ins Stadion hingegen wird das Gehirn wegen der emotionalen Beteiligung aktiv. Dies führt zu körperlichen Veränderungen, beispielsweise zu erweiterten Pupillen oder zu beschleunigtem Puls. Mit diesem – hier natürlich stark vereinfachten - Verfahren lassen sich auch Terroristen entlarven. Sehen sie beispielsweise Bilder technischen Details einer Bombe, zeigen sie unbewusst eine körperliche Reaktion. Oder ein zuvor durch Telefonüberwachung bekannt gewordenes Codewort wird in eine übliche Ansage auf dem Flughafengelände eingebaut. So weit so gut, allerdings ist natürlich auch ein Missbrauch nicht auszuschliessen: Je nach Wahl des Schlüsselreizes lässt sich steuern, welche Infos über die Passanten gewonnen werden können. Mit der Darstellung eines Parteilogos beispielsweise kann die Parteipräferenz einer Person aufgedeckt werden. Auch sexuelle Vorlieben liessen sich ohne Probleme ermitteln. «Die Gedanken sind frei» war einmal. Na ja, wenn wir im Gegenzug wieder sicher fliegen können...

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