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18.01.2010 | 17:55
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Zu guter Letzt: Es ist ja bloss Werbung – und den Kindern gefällts

Während viele Publikationen um Inserate kämpfen, scheint sich das Gratis-Kinderheft Maky vor Werbung kaum retten zu können. Längst sind Kinder für die Werbetreibenden interessant geworden, denn mit den Konsumenten von morgen lässt sich bereits heute Geld verdienen.

Das bunte Heft liegt in Apotheken, Drogerien und weiteren Geschäften auf und lockt mit Rätseln, Kurzgeschichten und Bastelanleitungen. Diese sind irgendwo zwischen Werbung und Publireportagen versteckt. In der 68-seitigen Dezemberausgabe beispielsweise beläuft sich der Anteil Werbung auf 28, derjenige der Publireportagen auf 22 Seiten. Schlappe 18 Seiten sind es mit rein redaktionellem Text. Der Tagesanzeiger hat die Ausgabe genauer unter die Lupe genommen: Der WWF lockt mit einer herzigen Giraffe, unten der Slogan «Trete dem Panda Club bei!». Getarnt ist auch eine Werbung für ein neues Bastelbuch von Betty Bossi, wobei die Werbung dort hinter einer Bastelanleitung zu finden ist. Kommt hinzu, dass kaum eine Abgrenzung zwischen Werbung und Geschichten auszumachen ist. Urs Lerf, Verlagsleiter und Herausgeber des Hefts, verteidigt das Konzept: Kinder könne man nicht vor allem schützen und je früher sie lernten mit guter – also gewaltloser Werbung – umzugehen, umso besser fänden sie sich zurecht. Klar fänden das Heft nicht alle Leute toll, so Lerf weiter. Von den Kindern erhalte er aber viele positive Rückmeldungen. Na, dann ist ja alles in bester Ordnung!

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