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02.07.2010 | 14:17
MEDIA & MEDIEN
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Presserat rügt Blick am Abend

Der Blick am Abend ist beim Presserat mit dem Argument, die Leser nähmen die Texte seines Kolumnisten Helmut-Maria Glogger nicht zum Nennwert, abgeblitzt. Denn, so der Rat, auch journalistische «Schnellschüsse» müssen korrekt sein.

Der Blick am Abend wurde für Gloggers Kolumne über den «Magazin»-Journalisten Daniel Binswanger gerügt. Darin hatte Glogger Binswangers Text «Freipass zum Genozid» uminterpretiert und zugespitzt. Binswanger schreibe, wer gegen Minarette stimme, stimme auch für Folter und gebe den Freipass zum Genozid, hiess es im Text Gloggers.

Dies hatte Binswanger jedoch so nicht geschrieben. Er warnte vor der SVP-Idee, das Volk künftig auch über völkerrechtswidrige Initiativen abstimmen zu lassen. Binswanger beschwerte sich darauf beim Presserat, der ihm nun recht gegeben hat. Denn Glogger habe mit der Formulierung «schreiben Sie, Binswanger!» den Eindruck erweckt, Binswanger habe die Minarett-Initiative tatsächlich mit Folter und Genozid verglichen, wie der Presserat am Freitag mitteilte. Die Begründung des Rats lautete, dass auch in einem solchen Beitrag nicht jeder «beliebige, ehrverletzende Unsinn» verbreitet werden dürfe.

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